
Wer bin ich?
Mein Name ist Maximilian Barth und ich arbeite als Klimaschutzbeauftragter bei der Stadt Kelsterbach. Studiert habe ich Erneuerbare Energien als Ingenieur. Ich bin im Team Wirtschaft und Nachhaltigkeit eingegliedert, wobei ich aktiv und eng mit der Wirtschaftsförderung und der Nahmobilität zusammenarbeite
Was motiviert Sie als Klimaschutzmanager besonders?
Die Arbeit als Klimaschutzmanager ist für mich sehr vielseitig: Ich bringe aktiv Projekte für den Klimaschutz und die Klimaanpassung voran, arbeite mit vielen verschiedenen Akteuren zusammen und stelle Ergebnisse und Zwischenstände auch in kommunalen Gremien vor. Besonders interessant sind dabei nicht nur die Projekte im Bereich Erneuerbare Energien, sondern ebenso die in der Klimaanpassung, um die Lebensqualität vor Ort bei der Zunahme von heißen Tagen mit Begrünungen oder der Verfügbarkeit von Wasser zu erhöhen.
Gibt es bereits erste Erfolge, bzw. sichtbare Ergebnisse in Sachen Klimaschutz, über die Sie sich freuen können?
Wir haben bereits diverse Klimaschutzprojekte umgesetzt, so z. B. Photovoltaik-Anlagen wie auf dem Dach der Integrierten Gesamtschule (IGS) Kelsterbach. Auch Wärmepumpen haben wir an der Schule bereits verbaut, sodass für die Wärmeversorgung des Schulgebäudes kein Erdgas oder Heizöl mehr verwendet werden muss. Wir sind auch im Bereich der Klimaanpassung schon sehr aktiv und haben u.a. mit der Klimainsel ein kommunales Förderprogramm für Begrünung von Dächern und Fassaden aufgesetzt, wofür wir auch im Jahr 2023 einen Preis der Hessischen Klimakommunen gewonnen haben. Das Thema Begrünung haben wir kürzlich auch an einer weiteren Schule umgesetzt: An der Karl-Krolopper-Schule haben wir eine Pergola und ein Rankgitter mit Begrünung errichtet.
Welche Projekte stehen zurzeit an? Nennen Sie bitte die zwei wichtigsten!
Aktuell ist bei uns die Kommunale Wärmeplanung ein großes Thema, wie in vielen anderen Kommunen auch. Hierfür soll ein großes Konzept für die Wärmewendestrategie erarbeitet werden. Wir sind parallel dazu auch dabei, die Machbarkeitsstudie für ein erstes Wärmenetz anzugehen. Für unser Sportparkareal wollen wir ein klimafreundliches Wärmenetz mit u.a. Geothermie und Photovoltaik schaffen.
Wie empfinden Sie die Bereitschaft der Menschen in Kelsterbach, sich für den Klimaschutz stark zu machen?
Wir haben im letzten Jahr die Kampagne Aufsuchende Energieberatung angeboten, bei der sich knapp 80 Besitzer von Ein- und Zweifamilienhäusern für eine kostenfreie Erstberatung angemeldet haben. Auch im Bereich Klimaanpassung sehen wir ein großes Interesse an Begrünungen über unser kommunales Förderprogramm Kelsterbach fördert Grün, bei dem Bürgerinnen und Bürger 50 % Zuschuss für Begrünungen und Entsiegelungen erhalten. Das Interesse der Bürgerschaft ist also vorhanden und das freut uns sehr.
Mehr Info:
Magistrat der Stadt Kelsterbach
Mörfelder Straße 33
65451 Kelsterbach
Tel.: 06107 – 773-533