Der Vortrag handelt von den Möglichkeiten, das eigene Lebensumfeld lebendig und nachhaltig durch die Produktion von leckerem Obst und Gemüse zu gestalten – ob im Garten, in der Gemeinde oder Stadt. In dem Vortrag stellt Heike Boomgarden mit anschaulichen Bildern einige der besten Praxisbeispiele vor. Die Referentin lädt dazu ein, Ideen auszutauschen und zusammen ein schönes Gemeinschaftsprojekt zu entwickeln.
Heike Boomgarden hat viele kreative Denkanstöße – hier ein paar davon:
„Ein neuer Ansatz ist es, den öffentlichen Grünräumen zumindest teilweise neue Funktionen zukommen zu lassen. Mit „Nutzpflanzen“ werden solche Flächen schneller als erlebbar wahrgenommen.
Mir gefallen Gemüsesorten (möglichst attraktive wie Mangold etc.), Obstsorten (Beerenobst, Spaliergehölze etc.), Küchenkräuter oder auch Schnittblumen besonders gut. Und jetzt stellt Euch vor: statt „Betreten verboten“ heißt es plötzlich „Pflücken erlaubt“ – und ein ganz neuer Wahrnehmungsraum entsteht.“
„Mit der Wahrnehmung wächst die Verantwortlichkeit. Hier wird so schnell kein Vandalismus übersehen oder geduldet. Wo Freiwilligkeit ist, könntet Ihr – bzw. Vereine, Senioren, Schüler*innen etc. – in die Pflege dieser Flächen eingebunden werden, die ihr als „eure“ empfindet. Und dies käme einem Konzept in Anlehnung an die Konzepte des Naturschutzes in der Landwirtschaft durch „Schutz durch Nutzung“ gleich.“
„Der Wechsel der Jahreszeiten wird bewusster erlebt, ebenso wie das Säen, Wachsen und Ernten, welches in der Stadt ja so häufig fehlt und bei pflegeleichten Standard-Beständen von Kirschlorbeer, Mahonie oder Berberitze kaum zu empfinden ist. Daraus ergibt sich mir die Frage:
Warum also öffentliche Flächen nicht wieder teilweise neu nutzen? Und zwar nicht aus der Not heraus, wie in den Nachkriegsjahren, wo die letzten Freiflächen genutzt wurden, um Gemüse zum Überleben anzubauen. Nein, diesmal, um die Stadt wieder zum Lebensmittel-Punkt zu machen und auch Euch, die Bewohnerinnen und Bewohner der Stadt, neu mit Natur und Erde zu verbinden!“
Eine Zusammenarbeit der Stadt Riedstadt und der Kreisvolkshochschule Groß-Gerau.
Gefördert im Rahmen der Veranstaltungsreihe zum Themenkomplex Energie an hessischen Volkshochschulen: Zukunftsgerechte Energie für alle. Eine Kooperation zwischen der LEA LandesEnergieAgentur Hessen GmbH und dem Hessischen Volkshochschulverband e.V.
Anmeldung unter: Kreisvolkshochschule Groß-Gerau / KVHS Groß-Gerau (kvhsgg.de)
